Motoko Kusanagi – Garage Kit

Nun hab ich zum ersten Mal die Ehre mit einem Motoko Kusanagi Kit, welches wie man oben sehen kann qualitativ in Ordnung ist. Leider passen die Teile nicht so gut zusammen, vorallem an den Oberschenkeln ist ein Spalt, der fast einen halben Zentimeter misst. Sowas muss in jedem Fall mit Spachtelmasse korrigiert werden, eine aufwendige Arbeit denn das Zeug nach dem Aushärten glatt zu schleifen, kostet vvviiiieeelll Zeit. Jede kleine Unebenheit ist nach dem Farbauftrag zu sehen, daher mache ich solche Korrekturen eher ungern.

Zweites Problem, wenn man die Teile versetzt und spachtelt passen alle anderen Teile dann auch nicht mehr und so kann man manchmal an den Rand der Verzweiflung geraten. Doch ich hab mich hier einfach durchgebissen.

Unten sieht man einen kleinen Teil meiner Utensilien, wie diverse Spezialpinsel, Abklebetape, Mini-Schraubendreher und Mini-Handbohrer in diversen Größen, Eislöffel zum Farbemischen und selbstgebaute Teilespieße. Mit den Jahren kauft man eben immer mehr und mehr dazu, auch Gummihandschuhe, Zahnbürsten, Schaschlikspieße, Edelstahldraht, Pastelkreide uvm. gehört noch zu meinem Arsenal.

Ein günstiges Rotationswerkzeug mitsamt Zubehörkoffer das ich für 15€ bei Kaufland erstanden habe. Man sollte es bei dem Preis nicht glauben, aber das Ding leistet mir treue Dienste und es muss nicht immer der teure Dremel sein.

Zum Pinseln der Haut nutze ich gern Tamiya Acrylfarbe, die lässt sich mit Wasser mischen und optimal verarbeiten. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich auf diese Technik gekommen bin aber mit den jahren, findet jeder so seine eigenen Tricks. Wer will kann dann auch noch mit Kreidestaub schattieren.

Nachdem ich das Kit geschpachtelt und geschliffen und wieder gespachtelt und wieder geschliffen habe, wasche ich alle teile mit Zahnbürste und Scheuermilch gründlich sauber. So entfernt man Gussreste und Trennmittelrückstände, auf denen später die Farbe nicht haften würde.Dann kommt graue Grundierung drauf und man kann letzte Feinheiten überarbeiten.

Danach wird nochmal Grundierung aufgesprüht und dann die gewünschte Farbe. In diesem Fall Gun Metal – TS38 von Tamiya. Die Spraydosen sind für die professionelle Arbeit ausgelegt, haben einen feinen Sprühkopf, trocknen extrem Schnell und sind sehr brilliant. Da ich nur eine sehr billige Airbrush – Ausrüstung habe, die im Grunde zu nix zu gebrauchen ist, greife ich lieber auf die Spraydosen zurück.

Will man einzelne Teile sprühen, gibts vorher einen netten Dress aus Tape und Frischhaltefolie. Auch beim Abkleben sollte man wieder mit japanischer Gelassenheit ans Werk gehen und sorgfältig arbeiten. Zum Abkleben bitte nur Malertape oder spezielles Modellbau-Tape verwenden, da man sich mit Tesa oder anderen Klebebändern ganz schnell die darunterliegende Farbschicht beschädigt.

Schwer verletzt hab ich mich beim Bauen auch noch … ;-D Das kostet extra Schmerzensgeld….

Und wer sich jetzt fragt, was die Misato eigentlich macht. Musste noch die Base fertig basteln, dazu hab ich einen massiven Deckel einer Cremedose schwarz gesprayt und mit blauem Samt bezogen. Anschließend zwei Löcher in die Füße gebohrt und mit kleinen Schrauben befestigt.

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2 Antworten zu “Motoko Kusanagi – Garage Kit

  1. Wow, du hast das Design deines Blogs umgestellt. Sehe das erst mit dem Browser am PC und es gefällt mir ssehr gut. Mit den vielen kleinen Vorschaubildern hat man gleich ne bessere Übersicht und findet schneller was einen Interessiert.
    Mit deinen Preview Fotos steigt meine Neugier des fertigen Kits in unermessliche 😉
    Die Spaltmaße bzw. die Unterschiede zwischen den Oberschenklen sind wirklich enorm. Ich kann mir vorstellen wie du dich damit abgeplagt haben musst. Wie hast du es geschafft das bei all dem spachteln und schleifen die feine Linienstruktur an den Seiten nicht verloren geht?

    Intressante Einblicke in deine Werkzeugkiste und welche Farben du benutzt. Ich hab sehr sehr viel Games Workshop Farben benutzt, die ließen sich mit dem Pinsel ebenalls gut Verarbeiten und man brauchte nur Wasser dafür. Die hatten auch sogenannte „Inks“ (sehr dünne wässrige Farbe) die wunderbar in Rillen und Linien läuft und sich dort verteilt um Akzente zu setzen. Ich weiß gar nicht ob die Farben noch funktionieren (haltbarkeit nach Jahren?).

    Auch schön die Misato zu sehen, Ihr Blick ist ja wirklich evil mit der Knarre in der Hand, wirklich toll. Hast du gestern Evangelion 1.11 und 2.22 auf Super RTL gesehen? Wird wohl am 04.08. nochmal wiederholt, unbedingt gucken falls noch nicht gesehen.

    • Hab gestern Abend mal bei den neuen WordPress-Designs rumgeblättert und bin auf dieses Template hier gestoßen. Es ist speziell für Foto-Blogs gedacht und dann hab ich mich dafür entschieden, genau aus dem Grund, man hat eine bessere Übersicht 🙂 Hier sind die Bilder auch etwas größer.

      Hihi, schön das deine Neugier geweckt ist. Nun ich habe nach dem Spachteln und Schleifen ein Präzisionsmesser genommen und die Linie neu eingeritzt. Geht auch mit einer Cutter-Klinge, muss man nur aufpassen das einem die Spachtelmasse nicht wieder abbröckelt. Dieses Zeug ist sehr bröselig und bröckelig, fast wie Gips und ich hasse es….
      An den Games Workshop-Farben bin ich auch interessiert, muss mir da mal ein paar Hauttöne zulegen. Hin und wieder nutze ich auch Revell Emailfarben, Tamiya Acryl oder Gunze, ein japanischer Hersteller der mal ganze Farbsets für Evangelion rausgebracht hat. Über die Jahre konnte ich noch keine Alterserscheinungen an den Farbtöpfen feststellen, man sollte sie nur gut verschlossen bei gleichbleibender Temperatur aufbewahren.

      Um noch bessere Kits zu bauen, müsste ich mir echt mal eine teurere Airbrush + vernünftige Sprühpistole zu legen.Hatte mir damals mal ein ganz billiges Einsteigerset von Revell gekauft, als ich noch Panzer und Modellflieger zusammengebaut hab. Dementsprechend ist auch das Sprühbild und für Anime-Modelkits nicht zu gebrauchen.

      Nein, das Mit Evangelion hab ich verpennt, schön das ich das jetzt weiß….dann werd ich die Wiederholung gucken, um welche Uhrzeit kommt das???

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